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ROSIK Business Breakfast

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transparent Lost in Cyberspace – nicht mehr lange? Zukunftstechnologie Geoinformatik

Zukunftsthemen beleuchten und über den reinen IT- Tellerrand hinausblicken ist Ziel der Serie "ROSIK Business Breakfast". Am 8.2.2010 gings rund um das Thema Geoinformatik.

Anbei der Presseartikel von Claudia Sieberath. Den Bericht des Regionalfernsehens Oberbayern finden Sie unter:

http://www.rfo.de/mediathek/Geoinformatik_zum_Fruehstueck-4527.html

 "Lost in Cyberspace? - nicht mehr lange!"
Geoinformatik eine Zukunftstechnologie mit vielfältigen Chancen


Zu einem Businessbreakfast mit einem spannenden Vortrag zum Thema "Zukunftstechnologie Geoinformatik - Lost in Cyberspace - nicht mehr lange!", konnte Hans Lemke, Vorsitzender der  Rosenheimer Initiative zur Förderung der Kommunikations- und Informationstechnik - kurz ROSIK - rund 70 Teilnehmer in der Kunstmühle begrüßen. Gastreferent Prof. Josef Strobl hat nicht nur den Lehrstuhl Geoinformatik an der Uni Salzburg aufgebaut, sondern konnte in seinem lebhaften Vortrag die vielfältigen Möglichkeiten des Gebrauchs von Geoinformatik im täglichen Leben anschaulich verdeutlichen.
Prof. Strobl  verwies zu Beginn auf die Tatsache, dass man bei Suchen im Internet "viel findet, aber oft nicht das, was man zu finden wünscht", nämlich Standortnahe Informationen zu speziellen Themen. Dies zu ändern, ist das Ziel von Geoinformatik. Dabei sollen vorhandene Datenbanken genutzt und geschickt verknüpft mit hinterlegten Karten eine standortnahe Informationsquelle bieten. In seiner einprägsamen Präsentation stellte Prof. Dr. Josef Strobl Einsatzbeispiele aus Logistik (Fuhrpark der Stadtwerke Graz), Sicherheit (Nebelproblem am  Flughafen Salzburg, oder Zugangserlaubnis in Kraftwerksbereich) und Tourismus (Hotelsuche oder Handykamera als Informationsquelle über ´Blickpunkte` wie Berggipfel oder Burgen) als Einstiegspunkte in eine Diskussion über eine zukünftige 'Geoinformationsgesellschaft' vor. Sei es die nächstgelegene Pizzeria oder die Freunde auf dem Stadtfest, der Röntgenblick unter die Erde um den Verlauf von Leitungen für Grabungsarbeiten zu eruieren, "Volkszählungen" mittels eingeschalteter Handyabfrage oder die Verfolgung von Kraftfahrzeugrouten - Geoinformatik gekoppelt mit  Mobilkommunikation öffnet ungeahnte Einsatzmöglichkeiten. Immer mehr Geräte des täglichen Lebens wie Handys, Navigationssysteme oder PGAs wissen, wo sie sind und was in ihrer Umgebung ist.. Durch standortnahe Verknüpfung von Online-Diensten auf Basis von Karten können von jedem User Informationen abgefragt werden. Viel genutzt werden 'Location Based Services' schon heute durch den öffentlichen Sektor und die Wirtschaft. So zum Beispiel auf dem Flughafen Salzburg, wo durch Einsatz von Geoinformatik bei Nebel Unfälle auf dem Rollfeld verhindert werden sollen. Durch Eingabe und Abfrage von Daten wird jeder Nutzer zum ´Prosumer` - einem Informationsproduzenten und -konsumenten.
Neben geosozialen Netzwerken - Kinder verabreden sich heute schon via Twitter mit unterlegter Straßenkarte an bestimmten Orten zur Schneeballschlacht- entstehen
allerdings durch Geoinformatik auch Datenschutzrechtliche Bedenken. Wo bleibt die Privatsphäre des Fahrers, wenn ein Müllfahrzeug von seiner Route abweicht und an einer Imbissbude länger Pause macht? Wer schützt die Bewohner von Straßenzügen vor ungewollter Zuordnung der Adressen mit Personeninformationen. Auch wenn all diese Daten frei im World Wide Web verfügbar sind, durch die Verknüpfung vielschichtiger Daten mit Standorten wird der Datenschutz noch heikler. Die Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz und Weiterentwicklung von Geoinformatik bieten, sind scheinbar unbegrenzt und unfraglich nützlich. Doch wie bei allen öffentlich zugänglichen Daten bleibt die Frage: Wie gläsern soll oder darf der Mensch in der Geoinformationsgesellschaft sein?

Mitveranstalter des Businessbreakfast war netIT, ein von der EU gefördertes grenzüberschreitendes Netzwerk.

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